Digitalisierungsplan für Digital Jetzt erstellen

Um einen Antrag für das Förderprogramm „Digital jetzt“ einreichen zu können, ist laut der Förderrichtinie (vom 19.Mai 2020) ein sogenannter „Digitalisierungsplan“ notwendig.

In diesem Beitrag erläutern wir, das das genau ist und wie Sie diesen erstellen können.

Wichtig:
Die Erstellung des Digitalisierungsplanes ist über „Digital jetzt“ nicht förderfähig.
Sie kann jedoch – je nach Bundesland – auf anderem Wege gefördert werden, so zum Beispiel in Baden-Württemberg durch das „KMU-Coaching“ Programm.

Wir helfen bei der Planung Ihrer Website

Ein Digitalisierungsplan beschreibt:

Ein Digitalisierungsplan beschreibt aussagekräftig,

  • was digitalisiert werden soll,
  • welche Synergien aus dem Digitalisierungsvorhaben hervorgehen,
  • zeigt den aktuellen Digitalisierungsgrad (Stand der Digitalisierung heute),
  • benennt Qualifizierungsmaßnahmen in Art, Anzahl, Dauer, Umfang benennt die (digitalen) Ziele, die durch die neue Investition erreicht werden sollen, und
  • stellt zum Beispiel dar, welche Effizienzsteigergung, welches neue Geschäftsmodell entwickelt, Marktsegmente erschlossen oder die eigene Position im Markt gestärkt werden soll.

Ein Digitalisierungsplan ist letztendlich ein Teil einer Digitalisierungsstrategie.

Teil des Digitalisierungsplanes sind die Treiber für Ihr Business und die mit diesen verbundenen Geschäftszielen und deren Vorteile.
Treiber sind in der Regel extrinsisch motiviert. Es gilt im Digitalisierungsplan nachhaltige und langfristige angestrebte Erfolge zu bennen und diese durch Veränderungen und Verbesserungen zu etablieren.

In der Regel resultieren diese Erfolge aus einer neuen Fähigkeit, Organisation oder einem neuen Geschäftsmodell.

Damit Sie konkret wissen, was die einzelnen Punkte danach beinhalten, brechen wir für Sie die großen Punkte in einzelne Teilziele und Umsetzungspunkte herunter, so dass diese dann in der Praxis auch leicht umsetzbar sind.

Auf Wunsch bleiben wir natürlich als Strategie-Berater auch während der ganzen Umsetzung begleitend an Ihrer Seite!

Ausgangssituation

Die Beschreibung der Ausgangssituation ist der heutige Status quo und eine reine Selbsteinschätzung der Lage.

Modul 1: Investition in digitale Technologien

Die „digitalen Technologien“ sind konkret zu benennen.

Dazu gehören inbesondere

  • eingesetzte Hard- und Software
  • und damit verbundene Prozesse und Implementierungen

Gern gesehen sind IT-Investitionen in Hard- und Software, die „die interne und externe Vernetzung“ fördern. Dabei müssen zahlreiche Aspekte beachtet und beleuchtet werden:

  • datengetriebene Geschäftmodelle
  • Künstliche Intelligenz (KI)
  • Cloud-Anwendungen
  • Big Data
  • Sensorik (Hardware)
  • 3D Druck
  • und ganz besonders IT-Sicherheit sowie
  • Datenschutz

Modul 2: Investitionen in die Qualifizierung der Mitarbeitenden

Die Schulungen müssen die Mitarbeiter „im Umgang mit digitalen Technologien“ qualifizieren, so schreibt die Richtlinie.

Im Besonderen bennnt sie Weiterbildungsmaßnahmen und Qualifizierungen zu:

  • Digitaler Transformation
  • Digitaler Strategie
  • IT-Sicherheit
  • Datenschutz
  • Agiles Arbeiten
  • Digitales Arbeiten
  • digitale Basiskompetenzen

Die durchgeführten Qulifizierungsmaßnahmen müssenin den Zusammenhang mit den Digitalisierungszielen des Unternehmens gesetzt werden. Außerdem sind „Art und Anzahl“ zu beschreiben.

Nachhaltige Wirkung der Investition

Damit das Digitalisierungsvorhaben genehmigt wird und damit förderfähig ist, verlangt die Richtlinie zu „Digital jetzt“ auch noch dass die nachhaltige Wirkung des Vorhabens auf das Unternehmen beschrieben wird.

Es muss beschrieben werden, wie sich die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Innovationsfähigkeit dadurch verbessert und welche langfristigen technischen und wirtschatlichen Effekte durch das Vorhaben zu erwarten sind.

Auch die Auswirkungen auf den Digitalsierungsgrad des Unternehmens  sind zu beschreiben.

Stefan Lanz

Autor:
Stefan Lanz
Stefan Lanz ist IT-Experte für Digitale Transformation, Daten- und IT-Sicherheit. Er ist IT-Sicherheitsbeauftragter, IT-Sachverständiger, Datenschützer, Coach und Berater für Unternehmen seit 1995. Mehr zu ihm finden Sie hier.