Hirn überlastet? Tipps zum digital detoxing

Push-Nachrichten abschalten

Auf ihrem Handy haben sie Dutzende – wenn nicht Hunderte – von Apps, die Ihnen dauernd Nachrichten schicken, weil sie Sie auf dem Laufenden halten wollen.

Konsequenz: Dauernd vibriert Ihr Handy, die Status LED leuchtet oder wenn der Ton an ist, klingelt es sogar.

Dadurch werden Sie ständig abgelenkt und schauen immer wieder aufs Display. Das ist nicht nur unangenehm, wenn Sie im Gespräch mit Menschen sind, sondern nimmt Ihnen auch die nötige Konzentration. Schalten Sie also Ihr Telefon einfach lautlos.

Oder noch besser: Schalten Sie Push-Nachrichten ganz aus und löschen Sie Apps, die sie nicht mehr benötigen.

Raus aus der Reaktion

Beim Versenden von Nachrichten erwarten wir heute automatisch, dass der Empfänger innerhalb kürzester Zeit antwortet.

Seien Sie ehrlich, ist dies bei Ihnen nicht auch so?

Steigen Sie aus dem reaktiven Verhalten und der Spirale aus, immer sofort eine Antwort senden zu müssen. Nehmen Sie Druck raus und antworten Sie erst dann, wenn Sie auch die Zeit dafür haben.

Falls sich wirklich jemand darüber beschwert, dann können Sie ja eine andere Absprache treffen, z.B. telefonieren Sie.

Zeit ohne Handy

Verwenden Sie Ihr Smartphone fast schon, als ob es Ihnen implantiert wäre?
Haben Sie es immer dabei?
Nehmen Sie es mit aufs Klo?
Und legen es beim Essen nicht aus der Hand?

Gönnen Sie sich, Ihrem Körper und Ihren Geist Zeit ohne Handy.
Und lassen Sie das Handy doch für einen Spaziergang oder für einen Abend einfach mal zu Hause.

Aus eigener Erfahrung:
Wenn ich ehrlich bin, ist das auch für mich immer wieder sehr befremdlich, weil auch ich es so gewohnt bin. Aber Sie werden sehen, wie gut es sich anfühlt einmal etwas anderes zu tun!

Apps zum digital detoxing

Der Trend ist klar: Wir haben alle unsere Telefone dauernd in der Hand. Darum gibt es mittlerweile auch zahlreiche Apps, die aufzeichnen, wie häufig Sie Ihr Smartphone in die Hand nehmen und welche Apps Sie wie lange bedienen.

Installieren Sie doch einfach einmal eine dieser Apps und Sie werden erstaunt sein – wahrscheinlich sogar böse überrascht – wie viel Zeit Sie mit Ihrem Handy verbringen.

Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung und zur Digitalen Entgiftung.

Funktionen reduzieren

Unser Smartphone übernimmt heute viele Funktionen im Alltag: Wecker, Navigationsgerät, Taschenlampe, Uhr.

Nützlich, aber dauernd haben wir das Handy in der Hand.

Machen Sie es sich einfacher, und lagern sie Funktionen einfach wieder aus!
Nutzen Sie doch einfach wieder einen normalen Wecker oder eine ganz normale Armbanduhr.

Und wenn die Tage länger werden und es draußen dunkel ist, nehmen Sie eine klassische Taschenlampe mit, anstatt des Handy-Lichts.

Und wenn sie nicht wissen wohin, dann fragen Sie doch einfach einen anderen Menschen nach dem Weg!

Nutzungsverbot fürs Handy in bestimmten Räumen

Führen Sie eine Sperrzone für Handys ein.

Besonders an diesen Plätzen, wo Sie es auch wirklich nicht benötigen.
Z.B. auf dem Klo oder im Schlafzimmer.

Und wie wäre es beim Essen einmal „oben ohne“?

Nervt es Sie nicht auch, wenn Ihr Gesprächspartner beim Essen dauernd sein Handy in die Hand nimmt?

Einfach mal aus!

Kennen Sie den Flugmodus oder die ausschaltet hasste an Ihrem Mobiltelefon? Mit wenigen Klicks haben Sie Ruhe!

Aber zugegebenermaßen: Das ist schon etwas für die Profis!

Fazit

Handy und die digitale Welt gehören heute fest zu unserem Leben dazu.

Ohne geht es – wenn wirs genau betrachten – nicht mehr.

ABER:
Nur noch Online und dauernd in Anspannung wegen technischer Geräte zu leben, muss nicht sein.
Und es tut uns nicht gut, stresst uns und ist faktisch und nachweisbar ungesund.

Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Apostel bin, sondern als Digitalstratege in jedem Fall ein Jünger der digitalen Entwicklung.
Die Aufgabe ist es jedoch, für uns selbst – jeder für sich ganz allein – seinen eigenen guten Weg zu finden und Online- und Offline-Welt zu verbinden.

Ich denke Sie sind mit mir einer Meinung:
Dazu gehört natürlich noch mehr, als nur ein bewusster Umgang mit dem Handy!
Aber, es ist in jedem Fall ein Anfang. Machen Sie den ersten Schritt!

Autor:
Stefan Lanz
Stefan Lanz ist IT-Experte für Digitale Transformation, Daten- und IT-Sicherheit. Er ist IT-Sicherheitsbeauftragter, IT-Sachverständiger, Datenschützer, Coach und Berater für Unternehmen seit 1995. Mehr zu ihm finden Sie hier.