Ohne Backup ist alles nichts

Backups, Backups, Backups! Das ist der beste Ratschlag, den sich ein Unternehmen zu Herzen nehmen sollte, wenn es um die Sicherung seiner Daten geht. Mehr noch: Wer seine Daten nicht gewissenhaft speichert, kann alles verlieren, was den Betrieb ausmacht.

Die Gefahren, die für Unternehmensdaten im digitalen Ozean warten, sind vielfältig. Die Frage ist nicht, ob es den Geschäftsmann irgendwann erwischt, sondern wann. Und dann sind sie weg: Die Kunden- und Produktdaten, die E-Mails, die Termine. Im schlimmsten Fall steht die Produktion still, die Mitarbeiter können nicht weiterarbeiten, das Unternehmen verliert Geld und Zeit, was bis zur Existenzbedrohung führen kann.

Cybercrime und Naturgewalten

Die höchste Gefahr geht mittlerweile von Cyberkriminellen aus, die von den größten Konzernen bis zu den kleinsten Unternehmen alles hacken. Es kann durch einen technischen Defekt aber auch das physische Speichermedium kaputt gehen. Selbst ein einfacher falscher Klick hat schon zu einem umfassenden Datenverlust geführt. Und schließlich wären da noch Naturgewalten wie Blitzeinschläge oder Hochwasser.

Die Lösung: Mehrfache Absicherung durch Backups. Mit einem Backup können die auf dem eigentlichen Speicher verloren gegangenen Daten mit geringem Aufwand aus dem Backup wiederhergestellt werden. Ein richtiges Backup-Management ist allerdings kompliziert, denn es gilt einiges zu berücksichtigen. So gibt es gesetzliche Vorgaben – schon die Datenschutzgrundverordnung verpflichtet zur Langzeitarchivierung bestimmter Unternehmensdaten.

Zuerst sollte daher ein Datensicherungskonzept inklusive Backup-Strategie her. Diese ist für jedes Unternehmen individuell, weshalb man nicht um eine Bestandsaufnahme umhinkommt. Sie umfasst IT-Systeme, Anwendungen und Daten sowie die Backup-Anforderungen, die sich aus dem Gesetz und dem Unternehmen selbst ergeben. Es muss auch definiert werden, welche Speichermedien sich für welche Geschäftsdaten am besten eignen.

Lokale Datenträger oder eine Cloud?

Weiterführend sollte man sich fragen wo genau die Daten gesichert werden sollen – es eignen sich sowohl lokale Datenträger, eine Cloud oder eine Kombination aus beidem. Natürlich muss festgelegt werden in welchen Zeitabständen die Daten im Backup gespeichert werden. Das Unternehmen sollte jemanden abstellen, der die Backups verwaltet und regelmäßig prüft.

Fazit

Das Fazit lautet: Wer sich noch keine Backup-Lösung zugelegt hat, der sollte es sofort tun! Es führt kein Weg daran vorbei, auch aufgrund der gesetzlichen Vorgaben. Wer sich nicht selbst mit dem Thema beschäftigen möchte, kann einen Experten damit beauftragen.

Stefan Lanz

Autor:
Stefan Lanz
Stefan Lanz ist IT-Experte für Digitale Transformation, Daten- und IT-Sicherheit. Er ist IT-Sicherheitsbeauftragter, IT-Sachverständiger, Datenschützer, Coach und Berater für Unternehmen seit 1995. Mehr zu ihm finden Sie hier.