So soll sich Künstliche Intelligenz für Unternehmen entwickeln

Mit Künstlicher Intelligenz (KI) lässt sich unglaublich viel anstellen. Kopiert sie doch menschliche Intelligenz, um dadurch komplexe Aufgaben zu lösen. Wohin das alles führt, können Forscher und Wissenschaftler bislang noch nicht absehen. Was aber klar ist: Die KI verändert enorm viel, auch und gerade für Unternehmen.

ChatGPT ist vermutlich der bekannteste Vertreter der KI. Um Arbeitsprozesse von Firmen zu optimieren und den gesamten Arbeitsalltag zu ändern, reicht das Programm allerdings nicht aus. Wie die KI dahingehend entwickelt werden kann, versuchen etliche Giga-Unternehmen wie Google, IBM oder Microsoft, aber auch freie Konkurrenz auf dem Markt herauszufinden. Das schreibt das Magazin IT-Business.

Auf KI soll Verlass sein

Ein großes Problem ist die bisher zu geringe Verlässlichkeit der KI. So weiß jeder, der sich einmal näher mit ChatGPT beschäftigt hat, dass das Programm auch mal gern Antworten erfindet. Dieses Phänomen heißt „Halluzinieren“. Alle Big Techs arbeiten daran, die KI an dieser Stelle zu verbessern.

WatsonX beispielsweise, ist eine KI von Big Blue (IBM). Die Firma versucht es mit Transparenz der von der KI gegebenen Antwort und macht die Modelle sichtbar, die Datengrundlage und die Zusammenhänge mit den Prompts.

Nach Angaben von IBM ist WatsonX eine KI, die speziell für Unternehmen entwickelt wurde. Dafür will das Programm drei KI-Elemente aus Unternehmensperspektive angehen: Generative AI, Data und Governance.

Bessere Logistik, optimierte Sortimente

Dabei dreht es sich um unsupervised Models, hinter der keine menschliche Anleitung mehr steht. Die KI erschließt sich Zusammenhänge selbst – so müsse man ihm nicht mehr erst beibringen, was die Unterschiede von, zum Beispiel, einem Vogel und einem Fisch sind. Das System lernt selbst. Zudem, so IT-Business, soll KI durch WatsonX verantwortungsvoll in Unternehmen eingesetzt werden. Die KI-Verantwortlichen können dafür Regeln festlegen.

Mittlerweile wird WatsonX in SAP-Lösungen integriert. Die Aufträge sollen damit automatisch abgewickelt werden, die Logistik soll sich verbessern und die Sortimente im Einzelhandel sollen optimiert werden.

Ein anderes Unternehmen, IFS, beackert ebenfalls das Feld der Logistik und will Ressourcen optimieren. Dabei geht es etwa um die Einsatzplanung für Außendienst-Mitarbeiter. IFS arbeitet mit Microsoft zusammen, nutzt die Schnittstellen zu ChatGPT und OpenAI.

Microsoft will Copilot-Taste einrichten

Um zurück auf das Beispiel der Einsatzpläne für Mitarbeiter zu kommen, können KI-Algorithmen eben jene Pläne verbessern. Wenn auf einer Route beispielsweise ständig Stau ist und die eigentlich eingeplanten Zeiten nicht mehr passen, merkt sich die KI das und sucht nach einer Weile einen Umweg. Sie kann auch das Treffen zweier Mitarbeiter optimieren, indem sie Treffzeitpunkt und Ort bestimmt, dabei aber die vorliegenden Aufträge berücksichtigt.

Eine weitere Möglichkeit, bei der KI eine Rolle spielt, ist die Auftragsbearbeitung. Die KI kann die Aufträge einer Lackiererei mit dem Vorhandensein von Mitarbeitern und dem Material von hell nach dunkel kombinieren. Das würde weniger Putzen im Anschluss bedeuten.

Im Übrigen: Microsoft möchte neben seiner bekannten Windows-Taste nun auch eine Copilot-Taste einrichten. Sie wurde bereits vorgestellt und ist ein erweitertes ChatGPT. Deren neue KI-Sprachmodelle sollen über Microsoft Graph mit Daten aus E-Mails, Chats, Kalender und anderen Microsoft-365-Apps verknüpft werden. Dabei setzt das Unternehmen auf die Distribution, IT-Reseller und System-Integratoren.

Stefan Lanz

Autor:
Stefan Lanz
Ich bin IT-Experte für Digitale Transformation, Daten- und IT-Sicherheit. Ich bin IT-Sicherheitsbeauftragter, IT-Sachverständiger, Datenschützer, Coach und Berater für Unternehmen seit 1995. Mehr zu mir finden Sie hier.