Das sind die Gefahren für Unternehmensdaten

Daten sind mittlerweile das Herzstück eines Unternehmens. Aber: Sie sind sowohl innerhalb als auch außerhalb des Betriebs gefährdet. Für Sicherheit sorgen mehrere Backups an unterschiedlichen Standorten. Wir haben die möglichen Gefahren, denen Daten ausgesetzt sind, zusammengefasst.

Menschliches Versagen:  Mitarbeiter löschen versehentlich Daten und formatieren Datenträger. Sie sind außerdem meist dafür verantwortlich, dass Cyberangriffe durch Unachtsamkeit erfolgreich sind – etwa, wenn der Mitarbeiter auf einen entsprechenden Link klickt, durch den ein Virus auf die Server gelangen kann.

Mögliche Gefahren

Technisches Versagen: Auch im 21. Jahrhundert kann es noch technische Fehler geben, die Daten vernichten können.

Ransomware: Kriminelle verschlüsseln Daten oder Geräte und verlangen ein Lösegeld, um das Weiterarbeiten möglich zu machen. Diese Art der Angriffe wächst rasant, längst sind auch kleine und mittelständische Unternehmen betroffen.

Fehler in den Backup-Strategien: Ein Backup kann verloren gehen oder unvollständig sein. Daher gilt es, die 3-2-1-Regel zu nutzen. Es braucht drei Kopien auf zwei unterschiedlichen Speichermedienarten. Mindestens eine Kopie sollte auf einem Offsite-Speicherort – etwa in einer Cloud – gespeichert werden.

Diebstahl: Ein gestohlener USB-Stick mit empfindlichen Daten, kann einem Unternehmen genauso schaden, wie ein abtrünniger Mitarbeiter, der Daten an den Wettbewerber weiterreicht. Es kommt auch immer wieder vor, dass entlassene Mitarbeiter in einem Racheakt viele Daten löschen.

Fehlende Investition und Ignoranz: Werden Systeme nicht regelmäßig mit den neuesten Updates versorgt, können sie zusammenbrechen oder ein einfaches Ziel für Hackerangriffe werden. Damit ist eine veraltete Software ein großer Problemfaktor. Die Entscheider müssen die Notwendigkeit einer umfassenden und qualitativ hochwertigen Speicherung von Backups begreifen und umsetzen.

Höhere Gewalt: Keiner kann etwas ausrichten, wenn Hochwasser-, Brand- oder Sturmschäden zu Datenverlusten führen.

Fazit

Unterschiedliche Speicherorte und -medien für die Daten sind unerlässlich in einer funktionierenden Backup-Strategie eines Unternehmens. Experten raten gar zu Backups im 5-Minuten-Takt, um permanent zu sichern. Auf jeden Fall aber sollte die 3-2-1-Regel gelten.

Stefan Lanz

Autor:
Stefan Lanz
Stefan Lanz ist IT-Experte für Digitale Transformation, Daten- und IT-Sicherheit. Er ist IT-Sicherheitsbeauftragter, IT-Sachverständiger, Datenschützer, Coach und Berater für Unternehmen seit 1995. Mehr zu ihm finden Sie hier.