Anonyme Geschichte einer Mediation

Meine „Lieblingsmediation“ – manch einer der Leser kennt sie schon, wenn ich von den Vorteilen der Mediation schon mal persönlich geschwärmt habe:

Zwei Grafiker in einer gemeinsamen Werbeagentur entwickelten sich total unterschiedlich und kamen zu dem Entschluss, dass es keine Basis für eine gemeinsame Firma mehr gab. Die Kundenstruktur war zu diesem Zeitpunkt allerdings so, dass sie fünf große Kunden hatten, die sie gemeinsam betreuten. Eine kurzfristige Firmentrennung war dadurch nicht möglich, beide Existenzen und das Kundenverhältnis waren in Gefahr. Der Mediationsauftrag sah nun vor, verlässliche Vereinbarungen zu treffen, die eine Zusammenarbeit für  1,5 – 2 Jahre ermöglichen, so dass beide Beteiligten die Zeit hatten neue Kunden zu akquirieren, andere Kooperationspartner zu finden, dass diese Selbständigkeiten ihren eigenen Weg finden konnten.

Die Mediationsbetreuung dauerte letztendlich drei Jahre und hatte folgenden Umfang: In den ersten sechs Monaten waren es drei gemeinsame Tage. Nach 12 Monaten 4 Std. Realitätscheck der getroffenen Vereinbarung und dann jährlich einen Tag Feedback, Ausblick. Heute betreuen die zwei noch einen  „alten“ Kunden gemeinsam und gehen ansonsten getrennte Wege.